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ÖKO-TEST: Sehr gut für Folsäure von biosyn

Geschrieben von »Pressemeldung« biosyn Arzneimittel GmbH.

PRESSEMITTEILUNG
 9. Februar 2016

ÖKO-TEST: Sehr gut für Folsäure von biosyn

Fellbach – Neun von zehn Schwangeren nehmen nach den Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nicht genügend Folsäure zu sich und riskieren damit beim Ungeborenen Entwicklungsstörungen, insbesondere der Wirbelsäule, der Lippen-Gaumenspalte und Schäden am Nervensystem.



Die DGE, aber auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), empfehlen daher Schwangeren zusätzlich zur ausgewogenen Ernährung „spätestens vier Wochen vor einer Schwangerschaft und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag in Tablettenform“ einzunehmen.



Doch was taugen die Folsäure-Produkte wirklich? Die Verbraucher-zeitschrift ÖKO-TEST hat sie geprüft und die Folsäure von biosyn in ihrem „Jahrbuch Kleinkinder 2016“ mit „sehr gut“ bewertet. Das Präparat enthält fünf Milligramm des B-Vitamins Folsäure und eignet sich daher sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung eines Folsäuremangels, so die Tester. Damit konnte biosyn wiederholt diese ausgezeichnete Bewertung erzielen. Das Arzneimittel ist rezeptfrei in den Apotheken erhältlich.



Folsäure spielt im Körper bei den Wachstumsprozessen, bei der Blutbildung und bei der Zellteilung eine Rolle, weshalb ein Folsäuremangel auch Kindern und Erwachsenen schadet. Wie in der Schwangerschaft besteht gerade in der Wachstumsphase ein erhöhter Bedarf an Folsäure. Einseitige Ernährung oder Leber- und Verdauungsstörungen verhindern oft, dass die empfohlene tägliche Folsäuremenge erreicht wird. Der menschliche Körper kann Folsäure nicht selbst bilden und nimmt sie deshalb über die Nahrung auf. Praktisch alle Blattgemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Zitrusfrüchte und Innereien enthalten das B-Vitamin in großen Mengen.

Weitere Informationen auch unter www.biosyn.de

Die 1984 gegründete biosyn Arzneimittel GmbH ist eines der ersten deutschen Biotechnologie-Unternehmen mit knapp 60 Beschäftigten in Deutschland und Niederlassungen in Liechtenstein, Österreich und den USA. 45 Prozent des Umsatzes werden im Export erwirtschaftet. Die Produktpalette umfasst rund 30 Produkte, von biotechnologisch hergestellten Medikamenten über Chemotherapeutika bis zu komplementären Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.



Kontakt:

biosyn Arzneimittel GmbH

Schorndorfer Straße 32

70734 Fellbach

Telefon +49 / 711 / 575 32-00

Fax +49 / 711 / 575 32-99

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Weltkrebstag 2016: Nebenwirkungen nicht schutzlos ausgeliefert

Geschrieben von »Pressemeldung« biosyn Arzneimittel GmbH.

Weltkrebstag 2016:
Nebenwirkungen nicht schutzlos ausgeliefert

Fellbach – Rund 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs. Dank des medizinischen Fortschritts haben sich ihre Überlebenschancen in den 
letzten Jahren deutlich verbessert – allerdings oft um den Preis einer verminderten Lebensqualität.



Die Weltkrebs-Vereinigung UICC, in der auch die Deutsche Krebsgesellschaft und die Krebshilfe Mitglied sind, kämpft nicht nur gegen den Krebs, sondern am Weltkrebstag (4.2.) auch gegen Vorurteile. Eines davon ist, dass man gegen die Nebenwirkungen von Krebstherapien nichts machen könne. Denn häufig lassen sich durch ergänzende Maßnahmen die oft dramatischen Nebenwirkungen der ursächlichen Krebstherapie herabsetzen.

Ein Beispiel sind die quälenden Durchfälle, die Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs oft während und nach einer Strahlentherapie erleiden. Das Spurenelement Selen spielt hier offensichtlich eine wichtige Rolle. Menschen mit normalem Selenspiegel im Blut leiden weniger stark an diesen Durchfällen, wie deutsche und südamerikanische Wissenschaftler unabhängig voneinander herausgefunden haben. Ein anderes Beispiel sind die nach einer Tumoroperation oft auftretenden Lymphödeme. Eine ausreichende Versorgung mit Selen führt zu einem deutlichen Rückgang des Ödemvolumens.

Allerdings ist dieser normale Selenspiegel im Blut schwer aufrecht zu erhalten, denn während einer Strahlentherapie benötigt der Körper offensichtlich mehr Selen: Der Spiegel sinkt deutlich ab. Durch selenhaltige Nahrung allein lässt sich dieser Zusatzbedarf oft nicht abdecken. Nahrungsergänzungsmittel und – bei dramatischem Abfall – hochdosierte verschreibungspflichtige Selen-Arzneimittel verbessern die Verträglichkeit der Haupttherapie. Für viele Betroffene bedeutet dies eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität.

Die 1984 gegründete biosyn Arzneimittel GmbH ist eines der ersten deutschen Biotechnologie-Unternehmen mit knapp 60 Beschäftigten in Deutschland und Niederlassungen in Liechtenstein, Österreich und den USA. 45 Prozent des Umsatzes werden im Export erwirtschaftet. Die Produktpalette umfasst rund 30 Produkte, von biotechnologisch hergestellten Medikamenten über Chemotherapeutika bis zu komplementären Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.

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Multiple Sklerose: Was hilft Patienten bei Müdigkeit und der Therapiewahl?

Geschrieben von »INTERVIEW« Universitätsklinikum Heidelberg .

Heidelberg, 15. Januar 2016 | Pressemitteilung 2016/5

Multiple Sklerose: Was hilft Patienten bei Müdigkeit und der Therapiewahl?

Die Neurologische Universitätsklinik Heidelberg veranstaltet am 23. Januar 2016 einen Patiententag zu Multipler Sklerose / Heidelberger Experten stellen das Vorgehen bei der krankheitsbedingten chronischen Müdigkeit sowie Neuigkeiten bei der Langzeitbehandlung der akuten und chronischen Verlaufsform der Multiplen Sklerose vor

Am Samstag, den 23. Januar 2016, sind Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und ihre Angehörigen herzlich zu einem Informationstag der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg eingeladen. Von 10 bis 14 Uhr geben renommierte MS-Experten einen Überblick über die Grundlage und die Behandlungsmöglichkeiten der krankheitsbedingten chronischen Müdigkeit (Fatigue), von der zahlreiche Patienten betroffen sind. Sie stellen außerdem aktuelle Therapiemöglichkeiten bei der akuten und chronischen Verlaufsform der Multiplen Sklerose vor. Desweiteren wird die autologe Stammzelltransplanatation als mögliche Behandlungsalternative für die hochaktive MS diskutiert. Referenten und Mitglieder der Selbsthilfegruppe "Amsel e.V." stellen sich zwischen und nach den Vorträgen gerne den Fragen der Besucher. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet im Großen Hörsaal der Kopfklinik, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, statt. Für Rollstuhlfahrer sind barrierefrei erreichbare Plätze im vorderen Bereich des Hörsaals reserviert. Sie werden gebeten, der Ausschilderung dorthin zu folgen.

Wie können Patienten aktiv und als kompetente Gesprächspartner für den behandelnden Arzt auf die Therapiewahl Einfluss nehmen? Das ist angesichts der immer komplexeren Behandlungsmöglichkeiten, die auch diverse Nebenwirkungen und Risiken für den Patienten mit sich bringen können, eine zentrale Frage für die Betroffenen. Beim Patiententag soll daher diskutiert werden, wo Patienten geeignetes Informationsmaterial finden, ihr Wissen über die Erkrankung schulen, an wen sie sich mit Fragen wenden und wie sie den Austausch mit ihrem Arzt optimal gestalten können.

Neue entzündungshemmende und schützende Medikamente

Neuigkeiten gibt es im Bereich der medikamentösen Therapie: Nachdem die Auswahl an verfügbaren Medikamenten für die Behandlung der schubförmigen MS in den letzten Jahren deutlich größer geworden ist, wurde 2015 für zwei weitere Substanzen in klinischen Studien ein Wirksamkeitsnachweis erbracht. Einer dieser Wirkstoffe, ein sogenannter monoklonaler Antikörper, hat, im Gegensatz zu der Erprobung von Medikamenten in Tablettenform, erstmals auch bei Patienten mit chronisch fortschreitender neurologischer Behinderung einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf gezeigt. Die autologe Stammzelltransplantation ist für die Therapie der MS gegenwärtig nicht zugelassen, stellt aber bei hochaktiven Erkrankungsformen in ausgwiesenen Zentren mit entsprechender Erfahrung eventuell eine Behandlungsoption dar. Die zahlreichen verfügbaren Wirkstoffe greifen an unterschiedlichen Stellen am Immunsystem an und unterdrücken Entzündungen. Die hiermit verbundenen Nebenwirkungen erfordern große Sorgfalt in der klinischen und laborchemischen Überwachung. Deshalb ist eine optimale Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten enorm wichtig, um unerwarteten Vorkommnissen vorzubeugen und Risiken rechtzeitig zu erkennen.

Wissenschaftspreis für ihren Alzheimerforschungsansatz

Geschrieben von Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Pressemitteilung 02. Dezember 2015
 
Forscherin der Universitätsmedizin Mainz erhält Hans-Jörg Weitbrecht Wissenschaftspreis für ihren Alzheimerforschungsansatz

Retinoide gelten als ein möglicher Therapieansatz bei der Alzheimer-Demenz

Dr. Kristina Endres von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz zählt zu den Preisträgern des diesjährigen „Hans-Jörg Weitbrecht Wissenschaftspreis“. Sie teilt sich den Preis mit zwei anderen Wissenschaftlern. Endres erhält die Auszeichnung für ihre Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Alzheimerforschung. Sie fand heraus, dass ein bislang gegen Schuppenflechte eingesetztes Medikament eine verstärkte Aktivität des Enzyms ADAM10 auslöst und dieses Enzym in der Lage ist, einen schädigenden Mechanismus der Alzheimer-Erkrankung im Gehirn zu blockieren. Der Preis wurde ihr gestern beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin überreicht.

Rund 1,2 Millionen Menschen leiden hierzulande an Alzheimer-Demenz. Weltweit sind geschätzte 35 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Prognosen zufolge könnten es aufgrund der demographischen Entwicklung im Jahr 2050 bis zu 135 Millionen weltweit sein. Eine Heilung der Erkrankung ist bislang nicht möglich. Es lassen sich gegenwärtig ausschließlich Symptome der Erkrankung therapieren. Vor diesem Hintergrund gibt es einen hohen Bedarf an Therapiestrategien.

 dr. thomas glaser
PD Dr. Kristina Endres, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz, wurde beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin mit dem Hans-Jörg Weitbrecht-Wissenschaftspreis 2015 für ihre Forschungsarbeit zu „Synthetische Retinoide als neuer Therapieansatz bei der Alzheimer-Demenz“ ausgezeichnet (v.r.n.l.): Dr. Thomas Glaser, Bayer Vital, Projektleiter Medizin Neurologie, Immunologie & Ophthalmologie, PD Dr. Kristina Endres, Prof. Dr. med. Wolfgang Maier, Direktor Klinik für Psychiatrie, Universität Bonn.

Endres machte die Entdeckung, dass Alzheimerpatienten, die das Schuppenflechte-Medikament Acitretin einnahmen, verstärkt den Nervenzellen-schützenden Wachstumsfaktor APPs-alpha in der Rückenmarksflüssigkeit bildeten. Das lässt sich als Beleg dafür werten, dass sich die Aktivität des Enzyms ADAM10 verstärkt. ADAM10 spaltet das sogenannte Amyloid-Vorläuferprotein und verhindert damit einerseits die Bildung toxischer Proteine und verstärkt andererseits die Freisetzung von Nervenwachstumsfaktoren. „Bei eingehender Betrachtung sind damit gleich zwei Hebel gefunden, die für zukünftige therapeutische Ansätze bei der Alzheimer-Demenz einen Nutzen versprechen“, sagt Dr. Kristina Endres, die an der Universitätsmedizin mit ihrer Arbeitsgruppe die Entstehung und Therapie der Alzheimer-Erkrankung erforscht.
Endres konnte darüber hinaus nachweisen, dass sich ADAM10 unter anderem in Zellkulturen durch Retinsäure-Derivate stimulieren lässt. Außerdem konnte sie zeigen, dass das zur Behandlung der Schuppenflechte zugelassene synthetische Retinoid Acitretin die Aktivität des humanen ADAM 10-Gens steigert. Gleiches gilt für den Wirkstoff Tamibarotene, der in Japan zur Therapie der akuten promyeloischen Leukämie Verwendung findet.

„Noch nicht abschließend beantwortet ist die Frage, inwieweit das synthetische Retinoid nicht nur die Aktivität von ADAM10 stimuliert, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit von Alzheimer-Patienten positiv beeinflusst“, so Endres und ergänzt: „Das zu zeigen könnte ein zukünftiges Forschungsprojekt sein.“

Der von Bayer HealthCare Deutschland gestiftete „Hans-Jörg Weitbrecht Wissenschaftspreis“ wird alle zwei Jahre für besondere Leistungen auf dem Gebiet der klinischen Neurowissenschaften ausgeschrieben. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis dient der Förderung der klinischen Forschung in Psychiatrie und Neurologie. Über die Bewertung der eingereichten Arbeiten und die Preisvergabe entscheidet ein Kuratorium unabhängiger Wissenschaftler.
 
Quelle: Bayer Vital GmbH, Unternehmenskommunikation
 
Kontakt: 
Dr. Kristina Endres
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
 Telefon: 06131 17-2133


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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Therapieverlauf gezielt steuern: Wie verändern sich Krebszellen?

Geschrieben von »PRESSEMITTEILUNG« Universitätsklinikum Heidelberg.

Heidelberg, 19. Januar 2015 | Pressemitteilung 2015/6

Therapieverlauf gezielt steuern: Wie verändern sich Krebszellen?

Exzellenzstipendium der Else Kröner-Fresenius-Stiftung für Privatdozent Dr. Arne Warth / Wissenschaftler des Pathologischen Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg erforscht Merkmale von Lungenkrebstumoren als Basis einer passgenauen Behandlung

Tumorzellen bestrahlen oder mit Medikamenten, die das Krebswachstum beeinflussen, behandeln - je nach Art des Lungenkrebses versprechen unterschiedliche Behandlungsmethoden den besten Erfolg. Privatdozent Dr. Arne Warth, Oberarzt und Leiter der Sektion Thoraxpathologie am Pathologischen Institut des Universitätsklinikums Heidelberg, widmet sich der Frage, wie sich die molekularen und genetischen Merkmale der Tumorzellen ohne und mit Krebsbehandlung verändern. Mit diesem Wissen könnten die Ärzte zukünftig den Therapieverlauf gezielt steuern, d.h. gegebenenfalls zu einer anderen Behandlungsform wechseln. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt mit einem Exzellenzstipendium in Höhe von 300.000 Euro. Dieses ermöglicht klinisch und wissenschaftlich gleichermaßen profilierten Medizinern eine zweijährige, intensive Forschungsphase.

dr warth

PD Dr. Arne Warth, Oberarzt und Leiter der Sektion Thoraxpathologie am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Heidelberg
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

"Für junge Ärzte gibt es diverse Stipendienprogramme, um sich Freiraum für Forschung zu schaffen. Aber für erfahrene Oberärzte, die sich mit originellen und grundlegenden Forschungsarbeiten eine international sichtbare wissenschaftliche Expertise aufgebaut haben, gibt es in Deutschland nur wenig Möglichkeiten, diese Forschung neben der klinischen Verpflichtung erfolgreich fortzuführen", begründet Dr. Susanne Schultz-Hector, Vorstandsmitglied der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, das Engagement der Stiftung.

Krebsarten charakterisieren, bessere Vorhersagen treffen und Behandlung dynamisch anpassen

"Nur wenn Mediziner genau wissen, wie sich die Krebszellen verhalten und verändern, wie sie auf die verschiedenen Therapieoptionen ansprechen, können sie die optimale Behandlung für den individuellen Patienten auswählen", erklärt Privatdozent Dr. Arne Warth, der sich in seiner Forschungsarbeit auf häufig auftretende Tumoren der Lunge, die sogenannten Adenokarzinome, konzentriert. Lungenkrebs ist die häufigste tumorbedingte Todesursache, jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 50.000 Menschen an den Folgen der Krankheit. Einen großen Fortschritt in der Therapie hat die umfangreiche Charakterisierung durch den Pathologen ermöglicht: Dieser untersucht die Gewebeproben akribisch, denn die Krebsgeschwüre können sich hinsichtlich ihrer Biologie und ihres Wachstumsverhalten stark unterscheiden und sprechen sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Therapieoptionen an. "Wie sich das tumorbiologische Verhalten im Zeitverlauf und insbesondere während einer Krebstherapie ändert, ist jedoch weitgehend unerforscht", sagt Arne Warth. "Wenn wir die unterschiedlichen Typen des Lungenkrebses präziser einordnen können, sind nicht nur bessere Vorhersagen über die Wahrscheinlichkeit von Metastasen und eines erneuten Auftretens des Tumors möglich, ein umfassendes Verständnis dieser Prozesse könnte auch zu neuen, dynamisch angepassten Therapiekonzepten führen", betont Warth.

Die Arbeitsgruppe von Warth arbeitet eng mit der Thoraxklinik des Universitätsklinikums Heidelberg zusammen und kooperiert mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum.